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Impressum/ Disclaimer

Aktualisiert  15. 11.  2019

Weiter mit Mundart, Seejerlänner Platt

Werkzeuge und Geräte
Werschzüch un Gerähde

Bauteile, Räume, Material
 Baudeile, Zemmr, Maderial

Äbbelplöcker: Apfelpflücker, auch für Birnen und anderes; lange Stange mit Zackenkranz und einem kleinen Auffangsäckchen

Bäijel, auch Bill: Beil

Berrse: Besen

Düwwel: Dübel

Embusschlössel: Imbusschlüssel

Fahrradknoche: Fahrrad-Knochen, kompakter Schlüssel für mehrere Schraubengrößen

Gerössd: Gerüst

Fill: Feile

Gaawel, Garwel: Gabel für Gartenarbeit

Gerössd: Gerüst

Grawgarwel: Grabgabel

Haamer und Vorhaamer: (Vor-) Hammer

Häckelche: kleine Hacke

Heggeschär: Heckenschere

Houwel/ Horrwel: Hobel

Kill: Keil

Killhacke: Keilhacke

Knipp, auch Gnibb: Knipp, langes stabiles Astmesser mit Holzschaft, vorne leicht gebogen, z. B. für Haubergsarbeit

Krisssäij: Kreissäge

Lirrer: Leiter

Merrermaß, auch ... moaß: Metermaß

Mullschlössel: Maulschlüssel

Rengschlössel: Ringschlüssel

Riew(e)brett: Reibebrett für Verputzarbeiten

Säij: Säge

Schlieffmaschin: Schleifmaschine
Schruweschlössel:
Schraubenschlüssel

Schubkarr: Schubkarre

Schruwezeeher: Schraubenzieher

Schuffel: Schaufel

Sechel: Sichel, z.B. zum Abschneiden von Getreide im Hauberg oder für kleine Grasbüschel

Spaare: Spaten

Spachdel: Spachtel

Spetzhacke: Spitzhacke

Schruffstock, auch Schruuwestock: Schraubstock

Stemmiese: Steimmeisen

Truffel: eine Art Maurerkelle

Wasserwoa(ch): Wasserwaage

Wasserbompezang: Wasserpumpenzange

Zang: Zange

Zahlen, Tage, Monate

Zahle, Daae, Monde: wie orrwe

Aij:1; zwoo: 2; dreij: 3
vier: 4; fönne: 5; sechs(e): 6
seewe: 7; achd: 8; nüng: 9;
zeh: 10,

andere: zwölle: 12; drissig: 30; foffzig: 50; nüngzich: 90
honnert: 100; dussend: 1000

Tageszeiten: Morje: Morgen; Meddach: Mittag; Noammidach: Nachmittag; Oawend: Abend; Meddernacht: Mitternacht und
Fröh: früh; späh: spät
anderes: itz: jetzt, ähwe: eben,
glich: gleich
Stonn: Stunde; Menudde: Minute

Tage: Mondach: Montag; Deestisch: Dienstag, Meddewoche: Mittwoch, Donnerschdach: Donnerstag; Friedach: Freitag; Sonnnoawend: Sonnabend/ Samstag; Sonnich: Sonntag, Tag: Daach

andere: Ors(ch)tern: Ostern, Pengsde: Pfingsten, Doaresonnich: Totensonntag; Hemmelfahrt: Christi Himmelfahrt; Allerheilije: Allerheiligen;
Chressdach: Weihnachten; Heilichoawend; Heiliger Abend, Neujoahr: Neujahr

Monate: Jänner: Januar; Febber: Februar; März bis September unverändert; Okdower: Oktober; Nowember: November;
Dezember unverändert

Jahrszeiten: Fröjoahr: Frühling;
Sommr: Sommer 
Herwst: Herbst
Wender/ Wenner: Winter Üwwergangszitt: Übergangszeit

Zum Teil schon ab Juli, spätestens aber mit dem September sagten viele: Itz gehret alld hennenuss - Jetzt geht es schon nach hinten (hinaus), also dem Jahresende zu..

Gesundheit/ Krank

Gesonndhit: Gesundheit
Krank sinn: krank sein, eine Krankheit haben
Ast (ha), auch Bockel, Boggel: Buckel, krummer Rücken
Aue, Ooe schlächd: Augen schlecht
Baibroch: Beinbruch
Blassder: Pflaster
Beläede Zong: belegte Zunge,
Bibbes (haa): Erkältung, Gruppe (haben)
Bibbern: zittern
Bload/ Blood(druck/ werde): Blut(druck/ -werte)
Bloas (verkärrlt): Blase erkältet, auch Blase, zum Beispiel am Fuß
Bro!ch (U kurz gesprochen): Bruch
Bu!ch (U kurz gesprochen): Bauch, Buchwäh, Bauchweh, -schmerzen
Dalles: Husten, Erkältung - siehe Bibbes
Dokder: Doktor, Arzt
Durmelich: durmeln, nicht gerade gehen, schwindelig
Feewer: Fieber
Fengr - kromm, Arthrose:Finger - krumm, Arthrose
Foehle (net good): fühlen, sich nicht gut fühlen, kränklich
Foeße: Füße
Foospilz: Fußpilz
Gäelsocht: Gelbsucht
Gall(ekolik): Galle(nkolik)
Gesond, gesonn: gesund
Gramml ha: Grammel, belegte Stimme
Gribbe: Grippe
Grögge/ Krögge: Krücke(n)
Herze: Herz
Hisser Kopp: heißer Kopf, eventuell Fieber
Hoatsche: humpeln
Höffde/ Hüffde/ -schmerze: Hüfte, -Hüftschmerzen, neue Hüfte
Hoosde: Husten
Kadeedr: Katheter
Kennerkrankhidde: Kinderkrankheiten
Knee(gelenk): Kniegelenk (z. B. neues)
Koppschmerze: Kopfschmerzen
Krampfoarern: Krampfadern
Krankehuss: Krankenhaus
Krütze, em Krütze haa: Kreuz, im Kreuz haben
Läerwer/ Lähwr: Leber
Leistebroch: Leistenbruch
Long(eentzündung): Lunge(nentzündung)
Maaeverstemmung: Magenverstimmung
Nerrwehöhle zoo: Nebenhöhlen/ Stirnhöhlen zu wie bei Schnupfen oder entzündet
Niern(kolik): Nieren(kolik)
Noas zoo: Nase zu, verstopft
Onner haa: unter haben, Krankheit kommt
Ooe(probleme): Augen(probleme)
Ornndokder: Ohrenarzt, HNO-Arzt
Orrwerschenkelhalsbroach: Oberschenkel- halsbruch
Röckewiahr: Rückenschmerzen
Schnobbe: Schnupfen
Schollerrisse: Schultereiße
Usswurf: Auswurf beim Husten
Verkärllt: erkältet, Erkältung
Wenndpocke: Windpocken
Zännwier: Zahnweh, -schmerzen
Zeijepetr: Ziegenpeter, Mumps
Zierwe: Zehen
Zierwenäel: Zehennägel

-----wird ergänzt-----

Aabau: Anbau

Aaschloss: Anschluss

Aileejerwohnung: Einliegerwohnung

Aastrech: Anstrich

Abdrett: Toilette, Klo

Baarezemmer: Badezimmer

Baarewann: Badewanne

Bärsekammr: Besenkammer
Blaster:
Pflaster

Boarrefleese/ -bladde: Bodenfliesen/ -platten

Boarrem: Boden, Fußboden, Dachboden

Botz: Putz, Verputz

Dachboahre, auch Dachboarrrem: Dachboden

Dachrenn: Dachrinne

Dachpanne: Dachpfannen

Dachrenn: Dachrinne
Düer:
Türe

Düerglenke: Türklinke

Düwel, auch Düwwel: Dübel

Ennedüer: Innentüre

Ennewänn: Innenwände

Farf, auch Farb: Farbe

Fessder: Fenster, siehe Rudde

Fleese: Fliesen

Freijsetz: Freisitz (im Haus integrierte Ecke mit Seitenwänden und Überdachung und im Erdgeschoss nach vorn zum Außenbereich hin offen

Gaardehühsje: Gartenhaus (wie ... Schobbe meist aus Holz)

Gerädeschobbe: Geräteschuppen, meist im Garten oder an einer Hauswand angebaut

Giwwel: Giebel

Hussdüer: Haustüre

Klapplaare: Klappladen (außen vorm Fenster)

Kopperleidunge: Kupferleitungen

Lierung: Leitung (Wasser, Strom usw.)
Muhr:
Mauer

Näel: Nägel

Ollern: Dachboden, wie vor Dachboahre

Onnergeschoss: Untergeschoss

Onnerstann(d): Unterstand, z. B. fürs Auto, Motorrad oder Geräte  (heute meist Carport)

Orrwe: Ofen (und “oben”)

Orwergeschoss: Obergeschoss

Panne: Pfannen, Dachpfannen

Poal: Pfahl (siehe auch Allgemein), z.B. um etwas (für den Aushub) abzustecken oder zu markieren

Rudde: Fenster, siehe Fessder

Rumm: Raum

Schewwer: Schiefer

Schloafzemmer: Schlafzimmer

Schobbe: Schuppen im Gartenbereich. Früher für Geräte, Werkzeuge, Werkstatt, Holzablage, Abstellsachen,  Pflanzen überwintern usw.

Schorns(ch)te: Schornstein

Staal: Stall
Staij, Stinn:
Steine

Stennerwann: Ständerwand; meist nachträglich eingezogene Zwischenwand mit Holzbalken- oder Metallständern un mit meist Gipskartonplatten beplankt

Schruhwe, Schruwwe: Schraube
Stoofe: Stufen (Treppe)
Ussetrebbe: Außentreppe

Ussewänn: Außenwände
Vouelshüüsje: Vogelhäischen. Wurde früher meist selbst gebaut.

Wäschköche: Waschküche

Zeijel: Ziegel

Zemmrdüer: Zimmertür
Zung:
Zaun

**wird stets ergänzt**

Vornamen

Hinweis: Der weitaus überwiegende Teil der Vornamen wird in Mundart unverändert ausgesprochen, z. B. Bertold, Heinz, Klaus, Eva, Maria, Silke usw. usw. Verkürzungen wie Susi für Susanne usw. kommen überall vor, sind also nicht typisch. Daher nur wenige Beispiele dazu.
In Platt wird aber Das “E” als vorletzter Buchstabe eines Namens oft “verschluckt”, nicht ausgesprochen. “G” am Ende wird teils als “Ch”, in der Mitte als “J”. gesprochen. Insgesamt aber ist die Liste kurz.

Barwera, Barbra, Bärwel: Barbara
Dietr: Dieter; auch Petr/ Pedr usw.
Frieder: Friedrich
Gredel, Gredl: Greta, Grete, Annegrete,
Heddwich: Hedwig
Henner; Heinrich, Heiner, Heinz
Jörch: Jörg
Jürje: Jürgen
Lissbett: Elisabeth
Lore: Hannelore, Elenore
Lotte: Lieselotte, Charlotte
Schorsch: Georg
Susi, Suse: Susanne
Waldr: Walter
Willem: Wilhelm

Richtungen u. a.

Rechdunge: Richtungen
Hee: hier; Henne:hinten
Huirj: hoch;  deeb: tief
Orrwe: oben;   Onne: unten
Ropp: rauf;     Ronner (auch Nonner): runter
Sidde: Seite;
Schepp: schräg;  Strackuss: geradeaus
Üwwer: über; 

Wetter

Währer/ Wearrer: Wetter
Blästern: von blasen, Wind weht fest
Bletz: Blitz
Deef: Tief(druckgebiet)
Diesich/ deesisch: diesig, Wolken verhangen
Durchwaase: durchwachsen, mal Regen, mal Sonne
Fisselich: fisseln, fieselig, nieseln,  leichter, dünner Regen,
Fresch: frisch, kühl
Fröajoahr: Frühjahr
Fröahlingshaft: frühlingshaft
Gewerrer: Gewitter
Haael: Hagel
Hetze: Hitze
Iss: Eis
issich: eiskalt
Kahle Loft: kalte Luft
Närrwel: Nebel
Ohgemödlich: ungemütlich, mit Regen, Wind und/ oder Schnee
Räe: Regen
Rae(j)ebou(j)e: Regenbogen
Sauwearrer: Sauwetter, schlechtes Wetter
Schmuddelich: schmuddelig, verregnet, trüb, kühl, windig
Schnier: Schnee
Schöar: schön, sonnig, warm
Sonnedaach: Sonniger Tag
Sonnich: Sonnig
Schwöhl: schwül
Üwwergangszitt: Übergangszeit, Wetter zwischen den Jahreszeiten
Üwwerschwemmung: Überschwemmung
Trätsche: fest regnen
Tröw: Trüb, >tröwes Wearrer<
Verräent: verregnet
Wend: Wind
Wend blöast, Wend pifft: Wind bläst, Wind pfeift; etwas heftigerer Wind, Böen
Wennr: Winter
Werrerdenst: Wetterdienst
Wöastern: ähnlich wie (ver) wüsten, Regen und fester Wind
Wollge: Wolke(n)
Zohgezoa(j)e: zugezogen, dichter Wolkenhimmel

Good möbliert/ Möbel

Aabauköche: Anbauküche    Aarechde: Anrichte
Bedde/ Berrer: Bett/ Betten  Bladdespeeler: Plattenspieler
Deele: Dielen(boden), Flur    Desch!: Tisch
Herrd: Herd                            Köcheschrank: Küchenschrank
Orrwe: Ofen            Schesslong: Chaiselongue, eine Art Sofa
Setzgrobbe: Sitzgruppe         Spöhl: Spüle
Stohl/ Stoahrl: Stuhl   Stragula: kunststoffartiger Bodenbelag
Teppichboarm: Teppichboden  Usszehdesch: Ausziehtisch

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